Kaffee Kultur China

Moderne Kaffee Kultur in China
06 Nov

Kaffeebauern aus Hainan (China) haben in den 50er Jahren die Kaffeebohnen aus Indonesien eingeführt. Kaffeekultur in China? Tatsächlich geht die Kaffee-Kultur von dem Ort Hainan aus und wird heutzutage immer mehr zum Modegetränk in alten China. Nicht nur die Studenten aus den Großstädten Chinas zieht es derzeit in die internationalen Kaffeeketten sondern vor allem Jugendliche zieht es in die modernen Kaffeehäuser. Aber woher kommt der Kaffee überhaupt und wo hat die Geschichte des Kaffees angefangen?

Kaffee trinken in China.
Die neue Kaffee Kultur in China.

Ursprung und Herkunft des Kaffees

Die belebende Wirkung der Kaffeebohne auf den menschlichen Geist wurde genauso zufällig entdeckt wie die heilenden Eigenschaften des Tees – allerdings über tausend Jahre später. Auch beim Kaffee ranken sich viele Legenden um die Art und Weise, wie das universelle Genussmittel in den Besitz der Menschen gelangte. War es Allah selbst, der diese Wunderdroge bescherte? Nach der islamischen Legende soll der Erzengel Gabriel den Propheten Mohammed mit dem schwarzen Gebräu von seiner schweren Schlafsucht geheilt haben. Schon einige Schlückchen von dem Zaubertrank ließen Mohammed derart erstarken, dass er gleich vierzig Männer aus dem Sattel hob und in einer Nacht vierzig Jungfrauen in die Geheimnisse der Liebe einweihte.

Weniger spektakulär ist die Geschichte von der Ziegenherde: In der Nähe des Klosters Schehodet im Jemen am Roten Meer wunderten sich zwei Ziegenhirten darüber, dass ihre Herde noch mitten in der Nacht fröhlich meckernd umhersprang und ihre Hüter um den Schlaf brachte. Mit Hilfe der Mönche fanden sie die Ursache: Die Ziegen knabberten an den roten und grünen Früchten eines bestimmten Strauchs. Die Mönche trockneten daraufhin die Beeren, zerstießen sie zu Pulver und schütteten es in heißes Wasser. Sie kosteten den Sud und kamen als Erste in den Genuss des munter machenden Getränks.

Kaffeetrinken in China
Kaffeetrinken in China

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Die Heimat des Kaffeestrauchs

Im Hochland von Äthiopien, in den Bergwäldern des alten Königreichs Kaffa, liegt die Urheimat des Kaffeestrauchs. Dort wurden die grünen Bohnen zuerst von den Nomadenstämmen gekaut. Wohl ab dem 9. Jahrhundert, vielleicht auch schon früher, gewann man aus den Früchten dieser wild wachsenden Pflanze ein Getränk.

Es ist durchaus möglich, dass Anfangs der gegorene Saft der Kaffeekirschen mit Wasser verdünnt getrunken wurde. Erst später entdeckte man, dass die zerstoßenen Beeren viel ergiebiger zubereitet werden konnten und zudem ungleich mehr Aroma hervorbrachten.

Der berühmte persische Arzt und Philosoph Ibn Sina soll die Wirkung des Koffeins als hervorragend stimulierendes Pharmaka schon 1015 erkannt und die Kaffeebohne als Heilmittel eingesetzt haben.

Im 11. Jahrhundert pflanzten die Araber bereits Kaffee auf den künstlich bewässerten Küstenhängen des Roten Meeres. Im Jemen wurde die Kaffeebohne zum ersten Mal auf Steinplatten geröstet. Die Hafenstadt Mokka stand später Pate für den starken arabischen Mokka. Das Wort Kaffee leitet sich hingegen nicht von der Provinz Kaffa ab, sondern vom altarabischen „qahua“.

Ursprünglich war damit der Wein gemeint, der den gläubigen Moslems verboten ist. Die Türken nannten ihn „kahve“. Wegen der anregenden bis leicht berauschenden Wirkung des Kaffees wurde dieser nun anstelle des vergorenen Traubensafts zum Wein des Islam.

Alle Legenden um die magischen Kräfte der roten Beere haben einen wahren Kern: Der Islam betrachtete den Kaffee von Anfang an als Droge. Zunächst wurde der rabenschwarze Trank aus den gebrannten Kaffeebohnen bei den Gebetsstunden in den Moscheen getrunken.

Für die Pilger, die zur heiligen Kaaba nach Mekka kamen, wurden im 15. Jahrhundert die ersten Kaffeeschenken eingerichtet, die sich Schulen der Weisheit nannten. Bald jedoch nahmen diese Kaffeehöhlen an den heiligen Stätten des Islam in Mekka und Medina überhand. Die Männer spielten dort Schach und Backgammon, rauchten unentwegt und führten lose Reden. Das musste das Missfallen der Mullahs erregen:

Der Teufelstrank wurde von den Schriftgelehrten des Korans verboten und die Kaffeehöhlen wurden geschlossen. Doch auch die Priester mussten bald einsehen, dass der Kaffee schon zu viele Anhänger unter den Moslems gefunden hatte. Selbst der Sultan von Kairo war ihm offenkundig verfallen und hob das Verbot auf. Außerdem waren die Kaffeehäuser bald eine lukrative Steuereinnahmequelle.

Die Türken übernahmen nicht nur die Lehre des Propheten von den Arabern, sondern auch ihr liebstes Getränk: 1554 wurde in der Stadt Konstantinopel das erste prächtige, mit Teppichen und Bildern geschmückte Kaffeehaus eröffnet, bald darauf auch eines im syrischen Damaskus. Erst die Türken machten aus der Zubereitung des Gebräus aus gerösteten Bohnen eine große Kunst.

Tai-Chi-Cafe Balance
Tai-Chi-Cafe Balance

Die ersten Kontakte des Westens mit Kaffee

Reisenden aus dem Westen erschien das bitter schmeckende Heißgetränk zunächst noch als Kuriosum. Dem Augsburger Leonhard Rauwolf verdanken wir den ersten Augenzeugenbericht. In seinem 1582 veröffentlichten Buch „Reise in die Morgenländer“ berichtet Rauwolf über die Trinksitten der Araber.

Die Araber machten den Kaffeeanbau zum Staatsgeheimnis und wachten streng darüber. Sie verboten jede Ausfuhr keimfähiger Kaffeebohnen. Dennoch brachten reisende Händler und Kaufleute sie schon 1615 mit nach Venedig, dem damaligen Zentrum des Orienthandels. Auf dem Markusplatz wurde 1640 das erste Kaffeehaus Europas eröffnet.

Selbst Papst Clemens VIII., den christliche Fanatiker aufforderten, den heidnischen Teufelstrank zu ächten, überzeugte sich lieber persönlich. Man brachte ihm eine Tasse duftend heißen Kaffee. Er trank sie und sprach: Dieser Trank ist so köstlich, dass es eine Sünde wäre, diesen nur den Ungläubigen zu überlassen. Wir wollen den Satan bezwingen, indem wir den Trank taufen, um ihn so zu einem wahren Christengetränk zu machen.

Der Siegeszug der Kaffeebohne Richtung Westen war nicht mehr aufzuhalten.

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